Parfum-Dupes herstellen: Warum Duftnoten keine Rezeptur sind
Die Frage nach der Herstellung von Parfum-Dupes wird oft mit einer Liste aus Kopf-, Herz- und Basisnoten beantwortet. Eine solche Liste beschreibt jedoch einen Duft und liefert keine vollständige Anleitung für seine Formulierung.
Beschreibung und Zusammensetzung trennen
Eine wahrgenommene Duftfacette kann aus dem Zusammenspiel verschiedener Bestandteile entstehen. Die Produktbeschreibung nennt außerdem nicht automatisch deren genaue Mengen. Zwei ähnlich beschriebene Kompositionen können deshalb unterschiedlich formuliert sein.
Ein Mischverhältnis beantwortet nicht alles
Auch eine Angabe zum Duftanteil beschreibt noch nicht die gesamte Zusammensetzung. Welche Bestandteile verwendet werden und wie sie zusammenwirken, bleibt eine produktspezifische Frage. Ein pauschales Verhältnis für sämtliche Parfums wäre keine nachvollziehbare Herstellungsinformation.
Vom Rohstoff zum fertigen Produkt
Eine Formulierung muss als fertiges Produkt betrachtet werden. Aus dem Namen einer Note lässt sich weder die Herkunft eines Rohstoffs noch eine bestimmte Verarbeitung ableiten. Ebenso ist ein Zutatenbild keine Dokumentation der Herstellung.
Wenn du wissen möchtest, wie ein konkreter Duft eingeordnet wird, lies seine Beschreibung und die Angaben am Produkt. Bei technischen Fragen ist eine Auskunft zum betreffenden Produkt sinnvoller als eine allgemeine Vermutung. Dieser Beitrag liefert deshalb keine scheinbar universelle Nachbauanleitung.










